Rollerblade Tips
T(r)ip für naturbegeisterte Langstrecken-Blader
"Unerhört!", meinte ein älterer Herr im Tram, "diese neuartigen
Rollschuhfahrer!" Habe er doch vorhin einen Wahnsinnigen beobachten müssen. Aus dem
nichts sei dieser aufgetaucht und knapp vor dem Tram durchgeflitzt. Der Tramfahrer habe
ein unanständiges Wort ausgestossen, die schrille Glocke betätigt und eine Vollbremsung
vollzogen. "Was denken die sich bloss dabei?", wollte der Herr von seiner
Begleitung wissen. Mit Rollschuhen die Stadtstrassen verstopfen ... Dabei gäbe es doch so
schöne Wege in der Peripherie. Seine Schwiegermutter aus Bülach habe ihm vom sogenannten
Glattuferweg berichtet. Das sei ein sensationeller Spazier-und Veloweg. Rollschuhfahren -
oder wie heisst das jetzt - bläiden, könne man da sicher auch ...
Und wie! Eine Fahrt an Auffahrt hat's gezeigt: Für naturverliebte Langstrecken-Blader, denen das Prinzip "sehen und gesehen werden" egal ist, bietet sich der Glatt-Uferweg als "Blade-Highway" an. Einstiegsorte zum Endlos-Blade liegen in Glattbrugg, Rümlang, Dielsdorf, Hochfelden und Oberglatt. Aus der Metropole peripherierende Blader benutzen mit Vorteil die S-Bahn Nummer 5 (Endstation Rafz oder Niederweningen) oder den Schnellzug bis Bülach (SBB-Fahrplan).
Als ideale Distanz hat sich die Strecke Bülach-Eglisau (Zweidlen) erwiesen. Vom Bahnhof Bülach führt der Weg von der Geleiseunterführung bei der Kirche vorbei Richtung Hochfelden. Achtung: Da der Weg beim Sportzentrum "Hirslen" stark abfällt, nur für geübte Blader mit Brems-Erfahrung. Anfänger benutzen vom Bahnhof Bülach das Postauto mit Direktanschluss nach Hochfelden.
Der Start ins uferlose Vergnügen liegt bei der Glatt-Brücke vor der Ortschaft. Rechts führt der Weg zuerst dem linken Ufer entlang und wechselt dann in ein Waldstück, wo die Blades sich bei vorgängigem Regen in Schlittschuhe verwandeln können. Wie ein Mäanderband schlingelt sich der Weg nun am Fluss entlang, absolut eben und in totaler Abgeschiedenheit (Achtung: Kulturschock!). Als erstes Zeichen der Zivilisation ist nach rund einem Kilometer das Harass-Lager einer Getränke-Firma zu erkennen. Dann erscheint am Hang rechts oben Glattfelden. Wer bereits hier die ersten Ermüdungserscheinungen zeigt, hat die Möglichkeit eines Beizenstopps, ansonsten geht's noch etwas mehr als drei Kilometer weiter zum Rheinkraftwerk Eglisau. Von hier muss vier Kilometer (rechts) einer nicht sehr stark befahrenen Strasse bis Eglisau entlanggebladet werden, oder, kürzer, einen Kilometer bis zum Bahnhof Zweidlen (links).
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||
| Über uns | Kolumnen | Suchen | Interessensgebiete | Hilfe | Feedback |
© 1995 - 2006 ZÜRiNFO









