Fechten


Verein mit Tradition

Der Zuercher Fechtclub wurde am 17. Oktober 1924 gegruendet. Von Anfang an bestanden zwei Ziele, die in den Statuten festgehalten und noch heute von zentraler Bedeutung sind: Erstens die Anstellung eines professionellen Fechtlehrers und zweitens die Ermoeglichung eines Trainings in einem eigenen Fechtsaal, der einen ganztaegigen Betrieb ermoeglicht.

Bereits im Januar 1925 gelang es, in der Villa am Parkring 30 in der Enge einen sehr schoenen und romantisch gelegenen Fechtsaal zu beziehen, der in der Folge laufend ausgebaut wurde. An diesem Ort blieb der Verein bis 1976.

Nach einer kurzen Uebergangszeit mit Fechtlehrer Kirmess von der Akademischen Fechtschule konnte auf 1.Januar 1926 ein eigener Fechtlehrer in der Person von Maitre Rene Andrieux gefunden werden. Ihm folgten 1933 Maitre Prada und 1935 Maitre Dupoiron. Der Mitgliederbestand stieg relativ rasch auf etwa 50 Mitglieder, die damals noch in einem recht exklusiven Rahmen den Fechtsport betrieben. Galafechten und Clubanlaesse im GrandHotel Dolder und regelmaessige "Diners mensuels" standen auf dem Programm.

Der Zweite Weltkrieg brachte dem Club etliche Schwierigkeiten. Insbesondere musste Maitre Dupoiron als Franzose in den franzoesischen Militaerdienst einruecken. Erst 1943 wurde mit Maitre Robert Mignot wieder ein vollamtlicher Fechtlehrer engagiert. Mit der Anstellung dieses Trainers hatte der Club eine glueckliche Wahl getroffen, und der Club konnte unter dessen Fuhrung eine aeusserst fruchtbare Entwicklung durchmachen. 1952 ueberschritt der Club die Mitgliederzahl von 100 Aktivmitgliedern. Parallel dazu ging ein stetiger Abbau in der "Exklusivitaet" des Clubs und eine Oeffnung für alle, die den Fechtsport betreiben wollten. Noch heute kann der Zuercher Fechtclub mit Stolz auf die zahlreichen und hervorragenden nationalen und internationalen Fechterfolge aus der damaligen Zeit zuruckblicken.

1957 musste Maitre Mignot altershalber zuruecktreten, womit auch die lange Kette franzoesischer Fechtlehrer ihr Ende fand. An seine Stelle trat 1958 Maltre Gianni Lodetti aus der bekannten Mailaender Schule Mangiarotti. Es folgten 1969 Maitre Starzynski und 1974 Maitre Skrudlik aus Polen. In dieser Phase erfolgte eine starke Verjuengung des Clubs, was auch zur Folge hatte, dass der Mitgliederbestand weiter ausgedehnt werden konnte und erstmals die Zahl von 150 Aktiven überschritt.

Der idyllische Fechtsaal im Parkring wurde damjt jedoch um einiges zu klein. Gluecklicherweise konnte aber Ende 1976 das von der Stadt Zuerich gebaute Fechtzentrum bei der Saalsporthalle Allmend Wiedikon bezogen werden. Es entstanden damit erneut optimale Trainingsbedingungen fuer einen nun hoechst modernen Fechtbetrieb auf breiter Basis.

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